Aktionsplan für klimafreundliche Schifffahrt vorgestellt

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Die Berufs- und die Freizeit-Schifffahrt stehen vor der Herausforderung, klimafreundlicher zu werden. (Foto: Symbolbild / stock.adobe.com / Kara)

Die Bundesregierung hat den vom Bundesminister für Verkehr vorgelegten Nationalen Aktionsplan klimafreundliche Schifffahrt beschlossen.

Bekenntnis zur zentralen Bedeutung der Schifffahrt

Die See- und Binnenschifffahrt ist von zentraler Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Sie sichert Versorgung, Wertschöpfung und Beschäftigung im Land und ist ein unverzichtbarer Bestandteil leistungsfähiger Lieferketten. Mit dem Nationalen Aktionsplan schafft die Bundesregierung die Voraussetzungen für die klimafreundliche Schifffahrt, damit die Branche die Klimaziele erreicht und wettbewerbsfähig bleibt, so das Bundesverkehrsministerium in einer Pressemitteilung.

Wandel in der Schifffahrt - technologieoffene Konzepte

Verkehrsminister Steffen Bilger erklärt: „Die Schifffahrt steht vor einem tiefgreifenden Wandel und großen Herausforderungen. Wir unterstützen mit dem Nationalen Aktionsplan klimafreundliche Schifffahrt die Branche dabei, die Transformation erfolgreich zu gestalten, neue Wertschöpfung zu schaffen und Deutschland als führenden Innovationsstandort für klimafreundliche maritime Technologien zu positionieren. Dabei verfolgt der Aktionsplan ausdrücklich einen technologieoffenen Ansatz und schafft verlässliche Rahmenbedingungen, damit sich die besten klimafreundlichen Lösungen am Markt durchsetzen können. So bringen wir Klimaschutz, Wettbewerbsfähigkeit und Innovation zusammen.“

Der Aktionsplan ist Teil des Klimaschutzprogramms 2026 der Bundesregierung. Er wurde lt. der Pressemitteilung in einem breiten Dialog mit Verbänden, Wissenschaft sowie Landes- und Bundesressorts erarbeitet und ergänzt die Aktivitäten der Bundesregierung auf internationaler und europäischer Ebene. Die Maßnahmen sind auch eng mit den Aktivitäten des BMV zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels insbesondere mit dem Aktionsplan Niedrigwasser Rhein verknüpft.

Zu den zentralen Handlungsfeldern gehören:

  • die Entwicklung und Nutzung alternativer Antriebs- und Energiesysteme
  • die Versorgung der Schifffahrt mit kohlenstoffarmen und nachhaltigen erneuerbaren Energieträgern
  • die klimafreundliche Modernisierung der Schiffsflotte
  • der Aufbau grüner Schifffahrtskorridore

Technologieoffenheit und der Abbau unnötiger bürokratischer Hürden sind lt. der Pressemitteilung die leitenden Prinzipien des Aktionsplans, um die Markteinführung und den Hochlauf klimafreundlicher Technologien zu beschleunigen.

400 Millionen Euro Fördermaßnahmen

Mit dem Kabinettbeschluss beginnt nun die Umsetzung der 47 Maßnahmen des Aktionsplans. Die neuen Fördermaßnahmen des Aktionsplans wurden mit 400 Millionen Euro aus dem Titel „klimafreundliche Schifffahrt und Häfen“ im Klima- und Transformationsfonds hinterlegt und fließen in den nächsten Jahren in die Dekarbonisierung des Sektors. Die klimafreundliche Transformation der deutschen See- und Binnenschifffahrt bleibt dabei ein gemeinsamer Prozess: Noch in diesem Herbst folgen die nächsten Umsetzungsschritte auf der BMV-Fachkonferenz klimafreundliche Schifffahrt am 05. November 2026 gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Ländern, Wirtschaft, Verbänden, Wissenschaft, Ressorts und Behörden.

Auch die Freizeitschiffahrt ist im Wandel

So wie die Berufsschifffahrt steht auch die Freizeitschifffahrt vor der Herausforderung, klimafreundlicher zu werden. Zahlreiche Maßnahmen, die auch vom DMYV unterstützt werden, können dazu beitragen, den Betrieb von Freizeitbooten langfristig klimafreundlicher zu gestalten. 

Dazu gehören der Einsatz alternativer Antriebskonzepte in geeigneten Revieren oder die Verwendung alternativer Kraftstoffe wie beispielsweise HVO, das als Ersatz für Dieselkraftstoff aus fossilen Rohstoffen eine bis zu 90-prozentige Einsparung zusätzlicher CO2-Emissionen ermöglicht. Der Kraftstoff erfüllt die entsprechende Deutsche Industrie Norm (DIN) für Dieselkraftstoffe und die Verwendung ist in zahlreichen Schiffsmotoren ohne die Notwendigkeit der technischen Umrüstung bereits herstellerseitig - z.B. von Volvo Penta, Yanmar, Perkins, Nanni, Cummins, MAN u.v.a. - freigegeben. Weitere Infos dazu gibt's HIER.

 

 


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